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Finanzkrise – Die Ausrede die jeder Depp frisst !

Ein gefundenes Fressen ist sie für all jene denen die Ausreden und Rechtfertigungen entweder langsam dem Ende zu gehen oder aber eine Lösung mancher Probleme einfach schlicht gesagt zu doof ist. Auch der deutsche Staat und seine marode Bundesregierung die das Land schon seit einem Jahrzehnt in den Dreck reitet, klagt kräftig mit und zählt als letzte Mittelchen die wohl unmöglichsten und stupidesten Ideen auf, die man noch im Zauberkästchen für Arme hat (erinnern Sie sich?).

Finanzkrise sollte das Zauberwort heissen ! Die Finanzkrise die jetzt und heute für jeden Mist herhalten darf wo Ideen und Engagement versagen. Dabei soll es den Bürger auch bitteschön nicht wundern, wenn genau jene Spekulanten und Finanzbosse die diese angebliche Krise eigentlich herbeigeführt haben, auf freiem Fuss sind und sich für so gut wie nichts rechtfertigen müssen. Verantwortung übernehmen ? Fehlanzeige ! Es geht alles wie gewohnt weiter…merkwürdig, nicht wahr ? Die Kanzlerin lacht, schmeisst mit Milliarden nur so um sich und verkauft dem ängstlichen Bürger mit dem Rest der Pappkameraden angebliche Steuererleichterungen wie sie lächerlicher nicht sein können. Zeitgleich erhöht man sich selbst die Bezüge…

Noch besser und doller treiben es Firmen, die diese “Krise” nun als Rechtfertigung für Entlassungen hernehmen, die man sich bislang nicht wagte auszusprechen. Als Beispiel möchte ich hier eine persönliche Erfahrung aus dem Metallbaubereich nehmen. Firma X aus Y stellt seit geraumer Zeit (ca.1.5 Jahre) bewusst Arbeiter und Kräfte aus Ostländern ein und bezahlt diesen bei weitem weniger als den Arbeitern vor Ort, die schon seit einem Jahrzehnt den Buckel krumm machen. Jetzt plötzlich kommt die Finanzkrise und raten Sie was passiert obwohl die Umsatzeinbrüche nicht schlimmer sind als noch vor 2 Jahren. Ganz einfach…die unterbezahlten Arbeiter aus dem Osten Europas bleiben, der alte Rest fliegt raus !

Auch sehr lustig ist der Bericht von der Auktionsplattform eBay. So lesen wir im Netz folgende Meldung:

eBay hat mit der Finanzkrise schwer zu kämpfen – Ein Drittel Gewinneinbruch
Mit voller Härte bekommen so gut wie alle großen Unternehmen die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren. Diese geht auch am größten Auktionshaus eBay nicht vorbei. Der Überschuss des Unternehmens war im letzten Quartal um über 80 Millionen Euro zurück gegangen. Zudem tritt der Online-Händler Amazon sehr stark in den Vordergrund und ist der härteste Konkurrent von eBay.

Was schön aussen vorgelassen wird, ist die Tatsache, dass mehr als nur viele Verkäufer eBay den Rücken gekehrt haben, dass eine Vielzahl von Menschen mehr als nur unzufrieden sind und dass  auch im Netz unzählige Berichte existieren die davon erzählen, wie es derzeit mit der Kundenzufriedenheit bei eBay steht.

Zitieren wir doch einfach folgende Kommentare von eBay Benutzern:

User a.) Ebay vergrault immer mehr Kunden durch seine Geschäftspolitik, daher kommt der Gewinneinbruch und nicht wegen der Wirtschaftskrise. Eigentlich müssten man in der Wirtschaftskrise sogar mehr Gewinn machen, da die Menschen dann eher bereit sind gebrauchte Waren zu kaufen oder diese verkaufen zu müssen.

User b.) da muss ich a ausnahmsweise mal recht geben. eBay geht nicht wegen der Finanzkrise unter sondern aufgrund überhöhter Gebühren und vieler Missbrauchsfälle.

User c.) eBay fesselt mir als Verkäufer die Hände.
eBay prahlt mit Preissenkungen an Einstellgebühr, schlägt aber das doppelte auf die VK-Provision.
eBay schreibt mir wahnwitzige Versandkosten vor, durch die ich in 8 von 10 Fällen Verlust mache.
eBay fördert Betrüger indem sie, jetzt noch schlimmer als früher, absolut NICHTS dagegen tun.
eBay löscht mich wenn ich einen Artikel aus dem Zeitraum 1933-1945 verkaufe (Es spielt keine Rolle ob Adolf oder Swastika oder irgendwas Kriegs-/Parteimäßiges dort zu lesen/sehen ist!).

Amazon hat einen ansehlichen Kundenzulauf seit fast einem Jahr. Wenn die jetzt noch sowas wie Auktionen einführen und ihre Seite etwas übersichtlicher machen kann eBay einpacken.

d.) bei Ebay dauert es wochenlang bevor ein Betrüger aus der Angebotsliste verschwindet obwohl sie längst darauf aufmerksam gemacht worden sind.
Bis dahin sind aber etliche Leute abgezockt worden.
Außerdem zieht Ebay die Abmahnanwälte geradezu magisch an.

Noch Fragen zur “Finanzkrise” ? Dass die Weltwirtschaft derzeit vor einer Herausforderung steht ist wohl unbestritten, jedoch scheint diese sog. Finanzkrise nun als Mittel dazu verwendet werden um jeden Blödsinn, jeden Fehltritt und ebenso jede Unfähigkeit zu rechtfertigen.

Wenn Sie also demnächst einen unfähigen Angestellten der Deutschen Bahn treffen, einen neuen irrsinnigen Beschluss der Bundesregierung hören oder wenn man Ihr Treppenhaus als Umweltzone einstuft und sie nicht mehr ohne Plakette in Ihre Wohnung lässt, so wundern Sie sich nicht wenn Sie als Antwort: “Finanzkrise!” zu hören bekommen.

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Written by Pantau

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  1. Die Theorie vom Zuckerhut:
    Wenn wir uns wachsendes Kapital als Zuckerhut vorstellen, der sich über eine Wasseroberflächer erhebt und aus dem Wasser rauswächst, mehr und mehr, da wollen natürlich alle oben auf dem Zuckerhut, an seiner Spitze sein. Dort ist die Welt am Wohlsten, wer dort ist, dem gehört sie auch.
    Doch befindet man sich auf der Spitze, so kommen unweigerlich Befürchtungen auf, die Spitze könnten andere übernehmen, zumal ja da, wo immer mehr Zucker ist, auch immer mehr Zucker ansetzen kann und den Zuckerhut noch mehr zum wachsen bringt, sodass Zucker auch Zucker überwuchert.
    Da tut man sich doch am Besten mit seinesgleichen zusammen und versucht ein Instrument zu schaffen, das diesen Zuckerhut beherschen lässt. Da ist die Börse, an welcher man früher die Gegenwerte zu seinen Papieren präsentieren musste. Hier wurde es geschafft, diese so umzubauen, sodass sie auf Gefühlsschwankungen reagiert. Nun muss man nur noch diese Leute sehr gut bezahlen, auf dessen Gefühlsschwankungen die Börse reagieren wird und schon hat man die Schwankungen an der Börse im Griff.
    Und so ist es nun möglich geworden, auf Wunsch den Zuckerhut wieder zurück, unter die Wasseroberfläche zu drücken und schon wird er wieder kleiner. Und oh Wunder, die früher auf der Spitze tanzten, die tanzen immer noch und sind zudem viel sicherer, weil jetzt ja weniger Zucker vorhanden ist, an dem Zucker ansetzen kann und wer auf der Spitze tanzt, dem gehört die Welt immer noch voll und ganz.
    Genial aus deren Sicht ! Und so wird auch klar, dass die Manager nichts anderes getan haben, als ihren Job. Sie haben den Zuckerhut verkleinert. Es ist ja klar, dass die einen nun ihre Gehälter für getane Arbeit fordern und die anderen diese ja auch dafür bezahlen wollen, wenn auch auf Kosten der Dritten, denen man „Finanzkrise“ ins Hirn brennt, doch die Gebranntmarkten, die zählen ja auch nicht, schwimmen sie ja schliesslich unter der Wasseroberfläche und bilden nur den Nährboden, für den wunderschönen Zuckerhut !

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